Buchhändler
Die Arbeit des Buchhändlers ist sehr interessant, vielfältig und geht weit über das reine Lesen von Büchern hinaus. Die Ausbildung dauert drei Jahre und kann mit Realschulabschluss um ein halbes, mit Abitur je nach Bundesland bis zu ein Jahr verkürzt werden. Neben der betrieblichen Ausbildung in der Buchhandlung, kann man die theoretische, schulische Ausbildung in einer klassischen Berufsschule oder auch an der Deutschen Buchhändlerschule ( Frankfurt-Seckbach) absolvieren.
Ein Beruf für Literaturfreunde
Als Buchhändler sollte man natürlich Spaß am Lesen haben. Grundkenntnisse in der klassischen deutschen Literatur sind von Vorteil. Um über die Neuerscheinungen immer gut informiert zu sein, steht der Buchhändler stets in Kontakt mit den Verlagen, die er im Sortiment hat. Er informiert sich durch die Verlagsvorschauen, die es in gedruckter Form und oft auch im Internet gibt, und durch die Vertreter, die in die Buchhandlung kommen. Oftmals bekommt der Buchhändler Leseexemplare von den Verlagen, die er vor Erscheinen lesen kann, um sie dann gezielt zu bestellen und zu verkaufen.
Als Buchhändler sollte man gerne mit Menschen umgehen und ihnen mit Freude Inhalte vermitteln können. Die Präsentation der Bücher spielt dabei eine große Rolle. Dazu gehört auch die Dekoration der Schaufenster, Sonderaktionen im Laden oder auch Ausstellungen außer Haus.
Auch Tradition benötigt Technik
Doch auch der kaufmännische Aspekt darf nicht außer Acht gelassen werden. Die meisten Buchhandlungen verfügen über ein Warenwirtschaftssystem. Darüber werden die Bestellungen abgewickelt und Verkaufsstatistiken angefertigt. Auch die Bibliografie, d.h., die Recherche nach Büchern oder anderen Medien, erfolgt heute fast ausschließlich über die EDV. Der moderne Buchhändler kennt sich daher auch mit den neuen Medien wie E-Books, CD-Roms und natürlich dem Internet aus. Ein Buchhändler, der sich weiterbilden möchte, kann sich an der Deutschen Buchhändlerschule zum Buchhandelsfachwirt ausbilden lassen.